12. Glossar
Domain-Begriffe
| Begriff | Definition | Quelle / Referenz |
|---|---|---|
Semantic Anchor |
Wohldefinierte Begriffe, Methodiken und Frameworks, die als Referenzpunkte bei der Kommunikation mit LLMs dienen. Sie aktivieren spezifische, kontextuell reichhaltige Wissensdomänen innerhalb der Trainingsdaten eines LLMs. |
|
Semantic Contract |
Eine projektspezifische Definition dessen, was ein Begriff bedeutet — entweder durch die Kombination etablierter Anchors oder durch benutzerdefinierte Definitionen, die nur innerhalb eines Teams existieren. Anders als Anchors müssen Contracts zur Laufzeit durchgesetzt werden. |
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Anchor Eval |
Evaluierung, die testet, ob ein LLM einen Semantic Anchor erkennt (Wissenstest, direkte Frage). |
Issue #370, LLM-Coding/Semantic-Anchors |
Contract Eval |
Evaluierung, die testet, ob ein LLM einen Contract einhält (Verhaltenstest, Aufgabe mit Systemkontext). |
Issue #370, LLM-Coding/Semantic-Anchors |
Structural Coupling Contract |
Die interne Laufzeitrepräsentation einer Steering-Regel im Plugin. Besteht aus Contract-ID, optionalem Anchor-Referenz, Trigger-Muster, Aktion (allow/block/warn) und Modus (enforce/log). |
|
Intent Anchor |
Erster der vier Semantic Anchors. Formuliert, was passieren soll, in einer testbaren/verifizierbaren Weise. |
LLM-Coding/Semantic-Anchors |
Negative Anchor |
Zweiter Semantic Anchor. Gibt explizit an, was NICHT passieren darf (Verbote). |
LLM-Coding/Semantic-Anchors |
Verification Anchor |
Dritter Semantic Anchor. Definiert, wie das Ergebnis überprüft wird (Rückwärtsrekonstruktion: Ergebnis mit Intent vergleichen). |
LLM-Coding/Semantic-Anchors |
Source Anchor |
Vierter Semantic Anchor. Jede Behauptung muss durch eine wörtlich zitierte, referenzierte Quelle belegbar sein. |
LLM-Coding/Semantic-Anchors |
Steering Rule |
Eine konfigurierte Verhaltensrichtlinie, die das Plugin zur Laufzeit durchsetzt (z. B. „Step Confirmation nach 3 Tool-Aufrufen"). Synonym zu Structural Coupling Contract. |
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Trigger Pattern |
Die Bedingung, die eine Steering-Regel aktiviert (z. B. |
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Action |
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Was das Plugin tut, wenn ein Trigger auslöst: |
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BLOCK |
Enforcement-Modus, der die Tool-Ausführung verhindert, bis der Benutzer die Contract-Verletzung adressiert. Der Benutzer kann via |
|
WARN |
Enforcement-Modus, der die Tool-Ausführung erlaubt, aber eine Erinnerungsnachricht im Log anzeigt. Wird für "weiche" Contracts verwendet, die lenken ohne zu zwingen. |
|
|
Hook |
Ein opencode-Plugin-Lifecycle-Callback, der Ereignisse abfängt (z. B. |
opencode Plugin SDK: https://opencode.ai/docs/plugins |
Mode |
Betriebsmodus eines Contract: |
Akronyme und Abkürzungen
| Abkürzung | Vollform | Definition |
|---|---|---|
ADR |
Architecture Decision Record |
Ein Dokument, das eine Architekturentscheidung, ihren Kontext, Alternativen und Konsequenzen festhält (Nygard-Format). |
arc42 |
arc42 Template |
Vorlage zur Dokumentation von Software- und Systemarchitekturen. 12 Abschnitte, die Ziele, Randbedingungen, Bausteine, Laufzeit, Deployment usw. abdecken. |
ATAM |
Architecture Tradeoff Analysis Method |
Methode zur Bewertung von Softwarearchitekturen anhand von Qualitätsszenarien. |
BLUF |
Bottom Line Up Front |
Kommunikationsprinzip: Beginne mit dem Ergebnis, dann folgen Details. |
C4 Model |
Context, Containers, Components, Code |
Hierarchisches Modell zur Visualisierung von Softwarearchitektur. |
ISO 25010 |
ISO/IEC 25010 |
Systems and software Quality Requirements and Evaluation (SQuaRE) — Qualitätsmodell mit 8 Kategorien. |
MECE |
Mutually Exclusive, Collectively Exhaustive |
Strukturierungsprinzip: Kategorien dürfen sich nicht überschneiden und müssen alle Möglichkeiten abdecken. |
NFR |
Non-Functional Requirement |
Qualitätsattribut oder Randbedingung, die spezifiziert, wie sich ein System verhalten soll (Performanz, Sicherheit, Zuverlässigkeit usw.). |
PII |
Personally Identifiable Information |
Daten, die eine Person identifizieren können (Namen, Adressen, Zugangsdaten). |
Plugin API |
opencode Plugin API |
Funktionsbasierte API zur Erweiterung von opencode mit Hooks und Tools. Aktuelle API: |
Zod |
Zod |
TypeScript-first Bibliothek für Schemadefinition und Validierung. Wird für die YAML-Config-Validierung verwendet. |
Projektspezifische Begriffe
| Begriff | Definition |
|---|---|
Bypass |
Mechanismus, der temporär alle aktiven Block-Contracts für die aktuelle Session überschreibt. Wird über das |
Config Layer |
Die Schicht, die für das Laden, Parsen und Validieren der YAML-Konfigurationsdatei verantwortlich ist. |
RuleEngine |
Kernmodul, das Trigger-Bedingungen anhand des Tool-Aufruf-Kontexts auswertet und ein Urteil (allow/block/warn) zurückgibt. |
Hook Handler |
Der |
Fail-Open |
Fehlerbehandlungsprinzip: Wenn das Plugin auf einen internen Fehler stößt, lässt es den Tool-Aufruf trotzdem zu (kein Block). Verhindert, dass Plugin-Fehler die Benutzerarbeit blockieren. |
Context Efficiency |
Entwurfsprinzip, dass Steering-Regeln keine LLM-Context-Tokens verbrauchen dürfen. Die gesamte Durchsetzung erfolgt über Plugin-Hooks, nicht über das System-Prompt. |
Step Confirmation |
Ein Contract, der nach einer konfigurierbaren Anzahl von Tool-Aufrufen eine explizite Benutzerbestätigung verlangt (z. B. „warnen nach 5, blocken nach 10"). |
Role-based Preset |
Ein vorkonfigurierter Satz von Contracts, zugeschnitten auf eine Persona (z. B. |
Reliability |
Qualitätsziel, das Determinismus (gleiche Eingabe → gleiches Urteil), Reproduzierbarkeit (Session-Wiederholung produziert identische Ausgabe), Nachvollziehbarkeit (jede Entscheidung wird mit Contract-ID und Regelstatus geloggt) und Vorhersagbarkeit (konsistentes Agentenverhalten) umfasst. |
Architekturbegriffe
| Begriff | Definition |
|---|---|
3-Layer-Architektur |
Plugin-Struktur: Config Layer (laden/validieren) → RuleEngine (auswerten) → Hook Handler (abfangen). |
Proxy Module |
Internes Modul, das die RuleEngine-Ausgabe an die Konventionen der opencode Plugin API anpasst (throw für Block, log für Warn). |
Custom Tool |
Ein Tool, das das Plugin dem LLM zur Verfügung stellt (z. B. |
Anchor Ref |
Optionale Referenz von einem Structural Coupling Contract zurück zu einer Semantic-Anchor-Definition. Ermöglicht die Rückverfolgbarkeit von der Durchsetzung zur Methodik. |
Nygard Format |
ADR-Format von Michael Nygard: Kontext, Entscheidung, Konsequenzen. Wird für alle Architekturentscheidungen in diesem Projekt verwendet. |
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